Demenz

Unser Spezialgebiet: Demenz A A+

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Ein schwerer Schlag für die Familie, wenn ein Angehöriger sich nach und nach durch die Krankheit verändert. Betroffen sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis und das Denkvermögen, aber auch Sprache und Motorik der Erkrankten. In solchen Fällen stehen wir mit Rat und Tat an ihrer Seite, denn unser Schwerpunkt ist die Betreuung von Patienten, die an Demenz leiden.

Um ihnen die bestmögliche Versorgung zu bieten, arbeiten wir eng zusammen mit niedergelassenen Fachärzten, Therapeuten und der gerontopsychiatrischen Ambulanz der Rheinischen Kliniken Bonn. Auch unsere Mitarbeiter werden regelmäßig im Bereich der Gerontopsychiatrie weitergebildet. Unterstützt wird unsere Arbeit durch den Sozialen Dienst sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer.

Demenz

Maßgeschneiderte Pflege A A+

Wir wollen unseren demenzkranken Bewohnern das größtmögliche Maß an Selbstständigkeit bewahren. Angehörige werden von uns beraten und wenn möglich in den Alltag miteinbezogen. Unseren Bewohnern bieten wir ein strukturiertes Tagesangebot, das auf ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnitten ist. Deswegen berücksichtigen wir zum Beispiel die Menüwünsche unserer Bewohner und bieten extra lange Essenszeiten von zwei Stunden pro Mahlzeit an.

Demenz

Gezielte Förderung A A+

Die vorhandenen Fähigkeiten unserer Bewohner wollen wir so weit wie möglich erhalten und fördern. Deswegen haben wir verschiedene Bereiche des Hauses mit Haushalts- und Einrichtungsgegenständen ausgestattet, die unsere Bewohner an Ihren Alltag aus nicht vergessener Zeit erinnern sollen. Unsere Flure verfügen über Gegenstände, die den Tastsinn ansprechen und so Erinnerungen wachrufen sollen. Außerdem führen wir mit unseren Bewohnern regelmäßige Gedächtnistrainings und 10 Minuten Aktivierungen durch.

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Erfolgreiche Zusammenarbeit A A+

Seit 15 Jahren arbeitet das Team Seniorenhause St. Josef intensiv mit den Pflegefachschwestern und Ärzten der gerontopsychiatrischen Ambulanz der Rheinischen Kliniken Bonn zusammen. Im Rahmen eines Modellprojektes der Landesregierung NRW werden unsere Bewohner mit psychischen, neurologischen oder demenziellen Problemen regelmäßig im Seniorenhaus St. Josef von einem Gerontopsychiater besucht.

Zusätzlich finden im Seniorenhaus St. Josef seit Dezember 2010 viermal im Quartal gerontopsychiatrische Pflegevisiten gemeinsam mit einer Pflegefachschwester der Rheinischen Kliniken Bonn statt. Besucht werden dabei vor allem Bewohner mit herausforderndem Verhalten und Bewohner in der Eingewöhnungsphase, aber auch diejenigen, die durch unsere gezielte Förderung trotz ihrer Erkrankung ein zufriedenes Leben in unserem Hause führen. Der kollegiale Austausch mit der Rheinischen Kliniken Bonn hilft uns gemeinsam kreative Lösungen zu vielen speziellen Problematiken zu finden. Von dieser guten Zusammenarbeit, profitieren unsere Mitarbeiter, die in ihrer Arbeit unterstützt und bestärkt werden und vor allem unsere Bewohner. Darüber hinaus kooperieren wir mit niedergelassenen Experten aus der Region wie Haut-, Augen-, HNO- und Zahnärzten zusammen.

Im Rahmen der Ergotherapie in unserem Haus werden vorhandene manuelle und kognitive Ressourcen stabilisiert. Mit Hilfe der Logopädie spüren die Experten Schluckprobleme auf und führen gezielte Esstrainings mit den Bewohnern durch, die eine eigenständige orale Ernährung fördern und in vielen Fällen die Anlage einer Ernährungssonde verhindern können. Auch Sprachprobleme können mit gezielter logopädischer Unterstützung gemindert werden.

Als Gründungsmitglied des Qualitätszirkels „Demenz in Bornheim/Alfter“ tauschen wir uns auch mit anderen Berufsgruppen, die mit an Demenz erkrankten Personen zu tun haben aus (Hausärzte, Krankenhäuser, Therapeuten, etc.).

Demenz

Fortbildung in Sachen Demenz A A+

Demenz ist auf dem Vormarsch: Allein in Nordrheinwestfalen leben circa 300.000 demenzkranke Menschen. Rund 210.000 von ihnen werden zu Hause von ihren Angehörigen oder Pflegediensten betreut und versorgt. Die zunehmende Ausbreitung der Erkrankung spiegelt sich auch in der Bewohnerstruktur unseres Hauses wider: Seit einigen Jahren ist die Anzahl an demenzkranken Bewohnern in St. Josef erheblich gestiegen. Viele Pflegebedürftige befinden sich beim Einzug in unser Haus bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit.

Hierauf reagieren wir in St. Josef: Um unseren Bewohnern optimale Hilfe und Betreuung bieten zu können, haben mittlerweile 80 % unserer Pflegefachkräfte eine umfangreiche Fortbildung zur „gerontopsychatrischen Fachkraft“ absolviert. Zusätzlich haben viele unserer Pflegeassistenten und die Mitarbeiter aus der Hauswirtschaft die Qualifikation zum „Alltagsbegleiter für Menschen mit Demenz § 87B SGB XI“ erworben. Wie geht man richtig mit den Erkrankten um? Welche verbalen und nonverbalen Möglichkeiten der Kommunikation können genutzt werden? Welche Beschäftigungen können angeboten werden, um den Bewohnern eine Tagestruktur zu schaffen? Und wie werden noch vorhandene Fähigkeiten mit Hilfe von Biografiearbeit gefördert? Auf diese und viele weitere Fragen geben diese Fortbildungen hilfreiche Antworten.

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